PSIpenta automotive
Wertschöpfung im Kundentakt

Klassische Aufgaben eines Fahrzeugbauers werden verstärkt auf die Zulieferindustrie übertragen. Der OEM fordert ein Full-Service-Angebot von der Konstruktion über das Prototyping, die Serienproduktion bis hin zur Bedienung des Aftermarkets. Parallel verfolgen die Hersteller eine Modulstrategie mit komplexen Baugruppen. Die Verantwortung der Tier-1- und Systemlieferanten steigt; gleichzeitig entsteht eine langfristige gegenseitige Abhängigkeit. Es entsteht der Zwang zur Vernetzung.

Automobilzulieferer können unter diesen Rahmenbedingungen nur bestehen, indem sie sich auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren, kooperieren und die Kosten kontrollieren. Systemlieferanten montieren dabei komplexe Baugruppen, die sie just in sequence (JIS) bereitstellen. Teilelieferanten zeichnen sich durch hohe Stückzahlen und automatisierte Produktions Prozesse aus. Die Wirtschaftlichkeit wird dabei jeweils von verschiedenen Kostenfaktoren beeinflusst. Personalintensive Montagetätigkeiten hängen überwiegend von den Lohnkosten ab. In der Serienfertigung spielt die Anlageneffizienz Overall Equipment Efficiency (OEE) die dominierende Rolle.

Unabhängig vom Lieferantenprofil ist eine wirtschaftliche Fertigung nur durch die Integration aller Teilprozesse möglich. Konkret: Die unternehmensinternen und standortübergreifenden Abläufe müssen – um Reibungsverluste zu vermeiden – mit den Geschäftspartnern synchronisiert werden. Eine Voraussetzung hierfür ist beispielsweise die Teilnahme am standardisierten elektronischen Datenverkehr – Electronic Data Interchange (EDI).